He da! 80er Jahre!

Das habt ihr euch aber fein ausgedacht, einfach so zu revivalen und da gar nicht mehr mit aufzuhören. Mich irritiert das, heute soll wieder das als schick gelten, von dem ich in der Zeit meiner modischen Initiation lernte, dass es hässlich ist. Vokuhila, Nackenschwänzchen, Karottenhosen, Schulterpolster, Sackartiges. – Muss das denn sein?

Und nu seh ich immer wieder: Hosenröcke, diese Stoff gewordene Furunkulose!

Nachts lässt mich die Furcht vor dem morgigen S-Bahn-Fahren und den dabei zu betrachtenden Bekleidungseskapaden nicht mehr schlafen. Wie Alpdrücke kommen die Bilder von jungen Damen über mich, die Leggings und hautengenen Jeans tragen, obwohl ihnen Weitfallendes zu empfehlen wäre. Dennoch tragen die jungen Damen ihre modischen Scheußlichkeiten mit trotzigem Stolz. Dann bleibt mir nur der schwache Trost einer Erinnerung an irgendeine Sendung vom Anfang der Nuller, in der Shannon Doherthy, das „Biest“ von Beverly Hills 90210,  mit den modischen Extravaganzen ihrer Karriereanfangszeit konfrontiert wurde und sich sehr schämte.

Bild: American Vogue 1982/1983

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