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	<title>Ratlosigkeit und Katzen</title>
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		<title>Ratlosigkeit und Katzen</title>
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		<title>Ich möchte brechen.</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 08:51:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich liegt das Blog ja grad auf Eis. Ein wenig. Meine kleine Leserschaft wird es gemerkt und ob der andauernden Ödheit hier das Weite gesucht haben. Die Ursachen für das Brachliegen sind vielfältig. Zu wenig Zeit, keine Muße, andere Prioritäten, &#8230; <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/09/22/ich-mochte-brechen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=935&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich liegt das Blog ja grad auf Eis. Ein wenig. Meine kleine Leserschaft wird es gemerkt und ob der andauernden Ödheit hier das Weite gesucht haben. Die Ursachen für das Brachliegen sind vielfältig. Zu wenig Zeit, keine Muße, andere Prioritäten, die ungelöste Frage, wie ich das handhaben will mit privaten Geschichten oder verklausulierten Darstellungen. Oft entwarf ich schon Blogbeiträge in meinem Kopf, die mir gefielen, die ich gerne geschrieben hätte, aber dann verwarf mit dem Einwand: &#8222;Ist denn das nicht zu persönlich?&#8220; &#8222;Und wenn ich dann mal wieder gegen irgendwas Gift und Galle spucke und ein verrückter Antideutscher oder PI-Heini stolpert über mein Blog &#8211; will ich dann, dass er von mir wissen kann, wie es sich für mich anfühlt auf dem Ultraschall die ersten Bewegungen meines Kindes zu erleben?&#8220;</p>
<p>Also grundsätzlich scheitert die Gestaltung meines Blogs gerade auch daran, dass ich kein für mich stimmiges Konzept finde. Aber das wächst schon noch. Oder so. Wenn wieder mehr Zeit ist. Demnächst.</p>
<p>Aber darüber hinaus passiert in der Welt dieser Tage ja so einiges, das in mir den Wunsch keimen lässt, der Welt die Hände um die Schultern zu legen und sie zu schütteln. Sie möchte bitte mal zur Vernunft kommen!</p>
<p>Und jetzt wieder so ein Klops: <a href="http://www.tagesschau.de/inland/endlager116.html">Die Bundesregierung will die Atomendlagerung privatisieren.</a> Ja sind denn die noch ganz bei Trost?! (natürlich nicht)</p>
<p><span id="more-935"></span></p>
<p>Alles, aber auch wirklich alles, was privatisiert oder nur teilprivatisiert wurde, hat sich zum Schlechteren entwickelt. Überhaupt der ganze Scheiß, der da aktuell von Schwarz-Gelb mit der Atomwirtschaft betrieben wird. Unfassbar. Da beschließen die dieser Tage im Grunde nichts anderes, als dass es doch bitteschön in Bälde einen AKW-Unfall geben soll. Und wenn schon das nicht allzu bald eintritt, dann soll es aber wenigstens in Gorleben und der Asse alles großzügig und für die Ewigkeit vergiftet sein.</p>
<p>Im Craplog gibt&#8217;s die Kategorie <a href="http://craplog.de/category/kalte-wut/">Kalte Wut</a>. Ja. Das passt. Anders kann ich mein Empfinden für diese haarsträubende, sprachlosmachende, destruktive Blödheit der Regierung nicht in Worte fassen.<br />
Als im vergangenen Jahr klar wurde, dass es für Schwarz-Gelb reicht, wurde mir kalt. Ich hätte mich damals gerne vor Frust betrunken, aber F war krank und hustete. Deswegen sahen wir uns das Trauerspiel überhaupt von Zuhause an. Dabei wäre ich gerne unter Menschen gewesen, damit das Entsetzen nicht nur zwischen F und mir stehen bliebe. Es wäre so tröstlich gewesen in einem Raum unter vielen zu erleben, wie aus dem Entsetzen der Einzelnen ein gemeinsames Gefühl wächst.<br />
Als ich mit S telefonierte sagte ich immer wieder: &#8222;Mir ist schlecht. Das macht mir Angst. Was die sich alles ausdenken werden!&#8220; Durch die Leitung konnte ich sie mit bekümmerten Gesicht nicken hören.</p>
<p>Ich hoffe inständig, dass diese Regierung abgewählt wird und sich nach der nächsten Wahl endlich die Koalition durchsetzt, die schon seit 2005 die Mehrheit innehat, nämlich schlich rot-rot-grün. Ich weiß, dass auch die Akteure dieser Parteien schnöde Machtmenschen sind, die sich nur allzu leicht korrumpieren lassen und in der Regierungsverantwortung sehr viel Mist machen werden. Das konnte man in Zeiten von Rot-Grün sehen und das kann man in Berlin an der rot-roten Koalition sehen. Da wurden und werden auch ein Haufen unsozialer, privatwirtschaftsfreundlicher Entscheidungen getroffen. Und letztlich bringt das herrschende System eben auch idR immer nur den gleichen Typ Mensch nach oben. Nur sind die Unions- und FDP-Heinis offensichtlich noch eine ganze Ecke ekeliger, bösartiger und von sich und der Welt selber entfremdet.</p>
<p>Ernsthaft, Atomendlagerung privatisieren! Ich hoffe die nächste Regierung tut das einzig Vernünftige und ist in der Lage den ganzen Scheiß wirkungslos zu machen.<br />
Ein Trost immerhin, dir große Demo vom vergangenen Samstag. Ich hoffe es werden noch viele folgen und ich hoffe es wird sich deutlich auf den Wahlzetteln bemerkbar machen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/935/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=935&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Aufruf zum Protest</title>
		<link>http://paduppel.wordpress.com/2010/08/28/aufruf-zum-protest/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 16:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsrassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Thilo Sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter der Überschrift &#8222;Sarrazin ist unwichtig &#8211; die rassistische Gefahr nicht&#8220; ruft GLADT e.V. zum Protest gegen die Buchvorstellung von Necla Kelek und Thilo Sarrazin am Montagvormittag in der Schiffsbauergasse in Berlin auf. Aus dem Aufruf: Seit Tagen wird erneut &#8230; <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/08/28/aufruf-zum-protest/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=918&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter der Überschrift &#8222;Sarrazin ist unwichtig &#8211; die rassistische Gefahr nicht&#8220; ruft GLADT e.V. zum Protest gegen die Buchvorstellung von Necla Kelek und Thilo Sarrazin am Montagvormittag in der Schiffsbauergasse in Berlin auf.</p>
<p>Aus dem <a href="http://www.gladt.de/">Aufruf</a>:</p>
<blockquote><p>Seit Tagen wird erneut in allen Medien über rassistische Äußerungen  des Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin berichtet – das Ziel eines  ebenso eitlen wie primitiven Populisten und seines anscheinend von  keinen ethischen Skrupeln geplagten Verlags, auf Kosten des friedlichen  Zusammenlebens in diesem Land einen Sensationserfolg zu landen, scheint  erreicht. Auch wenn das, was <em>Bild </em>und <em>Spiegel</em> aus dem Pamphlet <em>Deutschland schafft sich ab</em> vorveröffentlicht haben, so offensichtlich dumm und menschenverachtend,  dass sich eine ernsthafte Diskussion der «Thesen» dieses aus  Steuermitteln üppig alimentierten Hetzschreibers erübrigt:  An einem  solchen Punkt hilft es nicht, über die Aussagen eines «verwirrten  Einzelnen» zu spekulieren, die dadurch vermeintlich erst aufgewertet  werden.</p>
<p>Aber um Sarrazin als Person geht es auch gar nicht. Die Debatte über  die Themen, die er nicht erfunden hat, sondern bloß gewinntüchtig  zuspitzt, läuft schon viel länger und wird am Stammtisch wie im  Feuilleton geführt. Er spricht damit einer Öffentlichkeit aus dem  Herzen, die gern «Ausländer_innen», «Migrant_innen» oder «Muslim_innen»  die Schuld für die sozialen Verwerfungen eines krisengeschüttelten  Systems geben möchte, um sich das Nachdenken über die wirklichen  Ursachen zu ersparen – eine Öffentlichkeit, die sich vom rechten Rand bis in die Mitte der  Gesellschaft erstreckt, unabhängig von Geschlecht und sexueller  Orientierung.</p></blockquote>
<p style="text-align:right;">[Via <a href="http://rhizom.blogsport.eu/2010/08/28/gladt-e-v-protestaufruf-gegen-kelek-und-sarrazin/">rhizom</a>]</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/918/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/918/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/918/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/918/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/918/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/918/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/918/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/918/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/918/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/918/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/918/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/918/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/918/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/918/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=918&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Schönste der Welt</title>
		<link>http://paduppel.wordpress.com/2010/08/28/das-schonste-der-welt/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 22:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Via: riot36) Ein Bild, das F mir Anfang des Sommers zeigte und das wir zum Ende hin wiederentdeckten.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=909&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://paduppel.files.wordpress.com/2010/08/eulen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-910" title="Eulenliebe" src="http://paduppel.files.wordpress.com/2010/08/eulen.jpg?w=640" alt=""   /></a>(Via: <a href="http://riot36.tumblr.com/post/538018210/eulenliebe">riot36</a>)</p>
<p style="text-align:center;">Ein Bild, das F mir Anfang des Sommers zeigte und das wir zum Ende hin wiederentdeckten.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/909/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/909/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/909/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/909/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/909/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/909/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/909/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/909/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/909/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/909/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/909/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/909/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/909/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/909/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=909&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Schlechter als ihr Ruf</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 16:16:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Neulich sahen F und ich uns die vielfach gelobte Arte-Dokumentation &#8222;Berliner Rand&#8220; an. Kurz zum Inhalt: Ein paar Filmemacher haben vier Berliner Jugendliche, ohne Perspektive und am Rande der Existenz, ein Jahr begleitet. War ich anfangs noch darauf eingestellt mich &#8230; <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/08/27/schlechter-als-ihr-ruf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=890&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich sahen F und ich uns die vielfach gelobte Arte-Dokumentation &#8222;Berliner Rand&#8220; an. Kurz zum Inhalt: Ein paar Filmemacher haben vier Berliner Jugendliche, ohne Perspektive und am Rande der Existenz, ein Jahr begleitet.<br />
War ich anfangs noch darauf eingestellt mich vor allem wegen des Leides der Jugendlichen angestrengt und unwohl zu fühlen, lag es im Verlauf der Sendung mehr und mehr auch an der Machart der Dokumentation.<br />
Dieser mit Rundfunkgebühren finanzierte Film, zeichnet ein völlig  distanzloses Bild des evangelisch-missionierenden Kinderhilfswerks <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31435/1.html">&#8222;Die  Arche&#8220;</a>. Tatsächlich hatten F und ich zum Schluss den Eindruck, wir hätten da  gerade einen &#8222;Arche&#8220;-Propagandafilm gesehen.</p>
<p>Darüber hinaus ist die Dokumentation mE das Gegenteil von dem, was sie <a href="http://www.focus.de/kultur/kino_tv/medien-arte-doku-zeigt-das-leben-am-berliner-rand_aid_540894.html">behauptet zu sein</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;&#8230;ein Gegenentwurf zu den vielen Krawall- Dokusoaps der Privaten, die  kriminelle Jugendliche und sozial schwache Hartz-IV-Familien allzu  häufig vorführen und dem Voyeurismus der Zuschauer aussetzen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Denn genau so habe ich diese Sendung <em>nicht</em> erlebt. Zu einem Teil liegt das wahrscheinlich daran, dass ich, seit sechs Jahren ohne Fernseher, es nicht mehr gewohnt bin, was einem die Privatsender heute so vorsetzen. Ich messe Sendungen noch mit altmodischen Maßstäben, die aus der Zeit stammen, bevor das Infotainment auch bei Arte und 3sat die Dokumentationen in Geiselhaft nahm.<br />
Aber dennoch: Es fängt schon mit der Auswahl der porträtierten Jugendlichen an. Da wird der Bildungsbürger wieder mit dem Vorurteil gefüttert, arm gleich bildungsfern und unmündig. Wenn 21jährige nicht in der Lage sind ein Schnitzel zu salzen und es vollkommen ausgeschlossen ist, dass drei der vier Porträtierten jemals eigenständig und verantwortungsbewusst leben &#8211; und beim Vierten bleibt es auch arg fraglich; dann ist es kein Wunder, dass eine <a href="http://umfrage.tagesschau.de/umfrage/poll_dbdata.php?oid=bildungssgutscheine100">überwältigende Mehrheit</a> der Meinung ist, ALG-2-Empfänger seien per se unfähig sich um ihre Kinder zu kümmern.<br />
Und die Dokumentation führt die Jugendlichen vor, samt und sonders. Zeigt sie in Momenten der Dummheit, Verzweiflung und Demütigung. Unterlässt es ihrerseits nach Ursachen zu fragen oder Kritik zu äußern.<br />
Die Jugendarbeiter, die lieblos und hart mit einem haltlosen 16jährigen umgehen, die evangelische Mission in der Kinderhilfe, die Frage, warum die 21jährigen Zwillinge tatsächlich so vollkommen lebensunfähig sind. &#8211; Das alles findet keine Reflexion, nicht einmal in subtilen Andeutungen.<br />
Stattdessen muss der nächtliche Wortwechsel zweier Bekannten der Zwillinge reingeschnitten werden. Sinngemäß: &#8222;Und haste Bock für 900 Euro zu arbeiten?&#8220; &#8211; &#8222;Nee, quatsch. Ick will Hartz IV.&#8220;<br />
Diese Dokumentation zeigt dem Bildungsbürger nichts Neues, nichts Nachdenkliches sondern bestätigt ausschließlich gängige Vorurteile, durchsetzt mit der Erkenntnis, die Lage ist so schlecht, da kann niemand mehr helfen. Allerhöchstens Gott.</p>
<p><span id="more-890"></span></p>
<p>F verweist in <a href="http://citronengras.de/berliner-rand/">seiner Kritik</a> zum &#8222;Berliner Rand&#8220;, als Beispiel für einen gelungenen Film über schwierige Jugendliche, auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prinzessinnenbad">&#8222;Prinzessinnenbad&#8220;</a>. Stimmt, Prinzessinnenbad macht es in der Tat besser. Obwohl keinerlei Stimme aus dem Off irgendetwas erklärt, werden Ursachen nachvollziehbar, erlebt der geneigte Zuschauer, dass diese Mädchen mehr fühlen und wissen, als oberflächlich sichtbar wird. Und: Dass schlechte Leistungen in der Schule, nicht Blödheit bedeuten. Der Film schafft tatsächlich Intimität ohne Voyeurismus und Demütigung.</p>
<p>Wenige Tage nach &#8222;Berliner Rand&#8220; sahen F und ich uns noch die ZDF-Dokumentation <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1115904/Jung-und-pleite">&#8222;Jung und pleite&#8220;</a> der Sendereihe 37 Grad an. Okay. Das ZDF ist das RTL2 unter den Öffentlich-Rechtlichen. Alleine die Präsenz von <a href="http://www.titanic-magazin.de/badl_1008.html#c11107">Marietta Slomka</a> oder dieses irritiernd <a href="http://www.google.de/images?q=klaus+kleber&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;source=univ&amp;ei=U8R3TLb3Id2VOOausM4G&amp;sa=X&amp;oi=image_result_group&amp;ct=title&amp;resnum=4&amp;ved=0CDgQsAQwAw">schiefen Gesicht</a> Klaus Klebers sollte einem zu denken geben.<br />
Und dass 37 Grad in der Regel dumme Krawalldokus produziert, habe sogar ich ohne Fernseher mitbekommen &#8211; aber das Thema interessierte uns und also warfen wir die ZDF-Mediathek an.<br />
Furchtbar. Einfach nur furchtbar. Hämisch, blöde und unkritisch werden drei verzweifelte und ratlose junge Menschen vorgeführt. Mag sein, dass die Sprecherin unfähig ist Stimmlagen abseits von Zickigkeit und Häme zu treffen, aber es bleibt einfach nur respektlos.</p>
<p>Der 22jährige David ist akut von Obdachlosigkeit bedroht und kann vor Schulden kaum geradeaus gucken. Trotzdem klammert er sich auf unvergleichlich süße Art an die Hoffnung, dass irgendwann alles gut werden soll. Der Zuschauer könnte sich fragen, warum der junge Mann nicht das Naheliegende tut, nämlich wieder bei den Eltern einziehen. Harmlos erklärt die Sprecherin: Das ginge nicht, weil David mit seinen Eltern &#8222;Krach&#8220; gehabt habe.<br />
Wenn man sich vor Augen hält, dass der Junge die Obdachlosigkeit dem Wohnen bei seinen Eltern vorziehen muss, empfinde ich es als dreiste Verharmlosung, den stattgefundenen Bruch in der Familie, lapidar als &#8222;Krach&#8220; zu bezeichnen.<br />
Ja, die Doku ist sogar so unverschämt, David aus dem Off vorzuwerfen, wie es denn sein könne, dass er sich verschuldet habe, schließlich: &#8222;Sparen hat er eigentlich von seinen Eltern gelernt.&#8220;<br />
Die 19jährige Ramona, die 5000 Euro Schulden hat und offensichtlich von einem Mangel beherrscht wird, den sie versucht durch das Kaufen von Kleidungsstücken auszugleichen, wird immer wieder als dummes Ding hingestellt.<br />
&#8222;Die 19jährige kann es einfach nicht lassen&#8220;, erklärt die Sprecherin schnippisch und dreht Ramona, die hilflos versucht eine Erklärung für ihr Verhalten zu finden, die Worte im Mund herum.<br />
Und schließlich der 22jährige Marc, ebenfalls mit 5000 Euro verschuldet. Auch für ihn hat die Dokumentation kein Verständnis übrig: Er sei zu faul, wolle immer nur Skateboardfahren und Chillen. Ganz ungeniert ergreifen die Doku-Macher die Partei der vergrätzten Mutter, die froh scheint, dass auch die vom Fernsehen ihrem Sohn die Schuld an seiner verzweifelten Lage alleine in die Schuhe schieben.<br />
Oma und Mutter brüsten sich sogar noch damit, was für großherzige Menschen sie trotzdem noch sind &#8211; &#8222;Obwohl er es nicht verdient hat!&#8220; &#8211; während Marc ihnen beschämt in allem Recht gibt und sich selbst hasst.</p>
<p>Tatsächlich taucht die Frage, wie es möglich ist, dass junge Menschen, kaum volljährig geworden, schon mit vielen Tausend Euros verschuldet sind und ihre gesamte Zukunft auf dem Spiel steht, nur in oberflächlichen Andeutungen auf.<br />
Und dann sind es allein die Jugendlichen, die so viel Telefonieren, so viel Shoppen, so viel Chillen.<br />
Was für einer unbekömmlichen Mischung aus Verantwortungslosigkeit, Vernachlässigung und Missachtung die jungen Menschen von Seiten der Erwachsenen ausgesetzt sind &#8211; nicht nur von den Eltern, auch von Unternehmern, Lehrern und Medienschaffenden &#8211; kann erahnen, wer den schnippischen Ton der Doku-Macher ausblendet und den hilflosen, gutgläubigen, verzweifelten und reumütigen jungen Menschen zuhört. Aber für Zwischentöne hatte man bei 37 Grad keine Zeit und kein Gefühl.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/890/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/890/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/890/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/890/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/890/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/890/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/890/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/890/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/890/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/890/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/890/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/890/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/890/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/890/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=890&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Necla und ihr Thilo</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 08:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsrassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Fürchterlich]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Identifikation mit dem Aggressor]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>
		<category><![CDATA[Necla Kelek]]></category>
		<category><![CDATA[Thilo Sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Necla Kelek und Thilo Sarrazin &#8211; die sind so ein Paar, da wird mir schlecht von. (Gut, zur Zeit ist mir eh dauernd schlecht.) Beide werden heiß geliebt von den Jungens und Mädels von der Grünen Pest und Politically Incorrect. &#8230; <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/08/26/die-necla-und-ihr-thilo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=862&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Necla_Kelek">Necla Kelek</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin">Thilo Sarrazin</a> &#8211; die sind so ein Paar, da wird mir schlecht von. (Gut, zur Zeit ist mir eh dauernd schlecht.)</p>
<p>Beide werden heiß geliebt von den Jungens und Mädels von der <a href="http://craplog.de/die-braune-pest/">Grünen Pest</a> und <a href="http://citronengras.de/rassismus/">Politically Incorrect</a>. Aber auch von <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/ralph-giordano-sarrazin-hat-vollkommen-recht_aid_442352.html">Ralph Giordano</a> und <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1045960/">Hans Olaf Henkel</a>.<br />
Weil der aufgeklärte Rassist gelernt hat, Juden sind nicht mehr das Problem, heute sind&#8217;s Moslems. Denn selbst der aufgeklärteste Rassist bleibt unfähig Kausalzusammenhänge herzustellen, geschweige denn ist er in der Lage sich mit Projektionen und der Identifikation mit dem Aggressor auseinanderzusetzen, er versteht nicht, was Reflexion oder Empathie bedeuten.<br />
- Was naheliegend ist, immerhin würde der Rassismus sich selbst abschaffen, wenn Rassisten auf einmal anfingen mit sowas.</p>
<p>Der Sarrazin nun. Seit Jahren festklebendes SPD-Mitglied. Von 2002 bis vergangenes Jahr auch Berlins Finanzsenator. Er hasst Arbeitslose und Ausländer und ist allgemein das Paradebeispiel für einen, der ungeniert der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenbezogene_Menschenfeindlichkeit">Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit</a> frönt. Außerdem liebte er es Politiker mit Nebentätigkeiten zu sein, u.a. pfuscht er rum bei den Berliner Verkehrsbetrieben und der Vivantes GmbH (das sind die, die dafür verantwortlich sind, dass <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/08/10/krankenhaeuser-meines-lebens/">Berlins Krankenhäuser</a> heute sind wie sie sind). Überhaupt ist es bemerkenswert; überall dort, wo in den Nuller Jahren in Berlin Korruption im Spiel war, hatte Sarazzin irgendwie immer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin#Berliner_Senator_f.C3.BCr_Finanzen">seine Hände mit drin</a>.<br />
Und wenn Herr Sarrazin gewollt hätte, er säße bis heute als Finanzsenator im Sattel, könnte menschverachtende Tiraden ablassen und kein SPDler, der was zu sagen hat, würde groß mucksen. Ebenso wenig, wie gemuckst wurde, als <a href="http://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner">Müntefering</a> und <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=2906">Clement</a> sich so lautstark selbstentlarvten. Vielleicht auch deshalb, weil man in der SPD weiß, dass man mit Rassismus und Hartz-IV-Hass <a href="http://nachrichten.t-online.de/thilo-sarrazin-mehrheit-gibt-ihm-nach-umfrage-recht/id_20213946/index">Wahlvieh fängt</a>.</p>
<p><span id="more-862"></span></p>
<p>Und selbst jetzt ist der Landesverband der Berliner SPD <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0824/berlin/0021/index.html">nicht bereit</a>, Sarrazin der Partei zu verweisen. Obgleich diverse Kreischefs händeringend <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/148263">darum bitten</a>.</p>
<p>Sarrazin hat also ein Buch geschrieben, das nicht nur vom Titel her an Broders &#8222;Hurra, wir kapitulieren&#8220; erinnert: <a href="http://www.amazon.de/Deutschland-schafft-sich-unser-setzen/dp/3421044309/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1282776935&amp;sr=8-1">&#8222;Deutschland schafft sich ab&#8220;</a><br />
Wer Lust verspürt in die Köpfe der Rassisten von Nebenan zu gucken, die uns nicht den Gefallen tun, dass sie sich das Haupthaar rasieren und SS-Runen-Tattoos tragen, kann die &#8222;Kunden, die diesen Artikel kauften, kauften auch&#8220;-Empfehlungen durchblättern und deprimiert den Kopf schütteln. Besonders in Anbetracht der vielen, vielen zustimmenden Rezensionen.</p>
<p>Am 30. August wird die &#8222;islamkritische Soziologin&#8220; Necla Kelek gemeinsam mit Sarrazin dieses Buch präsentieren.<br />
Necla Kelek, das ist die, die unter dem blumigen Titel <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/20151.html">&#8222;Die fremde Braut&#8220;</a> 2005 das Schreckgespenst der Zwangsheirat an die Wand malte und in den folgenden Jahren immer wieder dazu beitrug, die Muslime in Deutschland in eine Parallelgeschellschaft zu quetschen. Erstaunlicherweise muss man sagen, denn, als sie 2002 zum Thema <a href="http://www.zeit.de/2006/06/Petition">&#8222;Islam und Alltag&#8220;</a> dissertierte, kam sie selbst zu ganz anderen Schlüssen, als jenen, die sie seit Jahren medienwirksam und im Sinne des deutschen Volkes von sich gibt.</p>
<p>Wann immer eine Islamexpertin von Nöten ist, um aus dem Nähkästchen der Parallelgesellschaft zu plaudern, kommt sie und erfüllt ihre Aufgabe ganz wundervoll:<br />
Ganz sicher haben die Probleme der in Deutschland lebenden Muslimen nichts mit Alltagsrassismus, fehlenden Perspektiven und einem ungerechten, mangelhaften Bildungssystem zu tun.<br />
Schließlich: <a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1274179/Necla-Kelek-rechnet-mit-dem-Islam-ab.html">Der Islam ist das Problem</a>! Jeder, der dem nicht zustimmt, leistet der Islamisierung vorschub, unterstützt Steinigungen, Beschneidung und Burkas.<br />
So bestätigt Kelek von berufener Stelle all jene, die schon immer gefunden haben, dass die Türken unsere Arbeitsplätze wegnehmen und zu viele Kinder kriegen. Und sie beruhigt jeden, der zwar ein leicht beklommenes Gefühl bekommt, wenn er von der Bildungsbenachteiliung von Migrantenkindern liest, aber dennoch froh ist, seine Kinder auf möglichst ausländerfreie Schulen zu schicken.<br />
&#8222;Wenn selbst eine Türkin das sagt!&#8220;</p>
<p>Mit Kelek ist das so eine Sache, finde ich. Sie stammt ja scheint&#8217;s tatsächlich aus einer konservativ-islamisch geprägten Familie und, wie sie häufig betont, hat sie sehr unter ihrem Vater gelitten. Was nun allerdings kein Alleinstellungsmerkmal für muslimisch geprägte Familien ist, furchtbare Väter hat es überall. In ihrer Arbeit kreist sie jedenfalls immer wieder darum, dass &#8222;der Islam die Überväter in Frage stellen&#8220; müsse.<br />
Aber ich will mich gar nicht mit dem Seelenleben und etwaigen Kindheitstraumata von Frau Kelek aufhalten; denn sonst müsste ich das gerechterweise auch beim Sarrazin machen, wo mit Sicherheit ebenfalls Schauderhaftes zu finden ist,  das ist schließlich bei jedem Rassisten und Hetzer so, aber da habe ich keine Lust drauf.<br />
Wegen ihres Vaterdramas allerdings, war in mir bisher so ein kleines Fitzelchen Sympathie für Necla Klelek. Aber das kam mir am Dienstag in der S-Bahn restlos abhanden, als ich in der Fußnote des Arikels <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0824/berlin/0021/index.html">&#8222;Thesen, wie von der NPD&#8220;</a> las, dass Frau Kelek allen Ernstes weiterhin willig ist, sich auf eine Stufe mit Sarrazins Rassismus zu begeben.<br />
Und wie so oft wird sie sich bei jeder anfliegenden Kritik pudelwohl fühlen, sie, als mutiger Underdog, und sich bestätigt finden in <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2294086">ihrer verzerrten Wahrnehmung</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QL65dcC_UNM">Deutschland packe Moslems mit Samthandschuhen an</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/862/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=862&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Schwanger Toxoplasmose Angst</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 10:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Meine unsichtbare Schreibmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn der Normalität]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenarzt]]></category>
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		<description><![CDATA[Als frisch brütendes Menschenweibchen wird einem dieser Tage als allererstes Angst gemacht. Wildfremde springen auf die Schwangere zu und rufen, während sie panisch mit den Händen in der Luft wedeln: &#8222;Keine Rohmilchprodukte! Keine Rohmilchprodukte!&#8220; Zu den Rohmilchprodukten gehörten angeblich Mozzarella &#8230; <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/08/19/schwanger-toxoplasmose-angst/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=837&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als frisch brütendes Menschenweibchen wird einem dieser Tage als allererstes Angst gemacht. Wildfremde springen auf die Schwangere zu und rufen, während sie panisch mit den Händen in der Luft wedeln: &#8222;Keine Rohmilchprodukte! Keine Rohmilchprodukte!&#8220;<br />
Zu den Rohmilchprodukten gehörten angeblich Mozzarella und Feta.<br />
Und was, wenn ich als Schwangere, aber nun einer Tomaten-Mozzarella-Gier anheim falle? Da werden die Panikmacher streng: &#8222;Keine Rohmilchprodukte! Übe Verzicht!&#8220;<br />
Und würden wir in einem urtümlichen Dorf in den italienischen Alpen leben, in dem es keinen Supermarkt gibt und jeder seinen Weichkäse selber klöppelt, hätten die Angstmacher auch Recht. Aber wir leben ja 2010 in einem Industrieland und hier wird so gut wie nix mehr aus Rohmilch gemacht &#8211; und wenn, muss es laut und deutlich gekennzeichnet sein.<br />
Auch Supermarkt-Mayonnaise darf jede Schwangere essen, <a href="http://www.babyclub.de/hebammensprechstunde/fragen/11375734.mayonnaise-in-der-schwangerschaft.html">gewarnt</a> wird lediglich vorm Verzehr selbstgemachter Mayonnaise mit nicht mehr frischen Eiern. &#8211; Die würde ich ja auch unschwanger nicht essen.<br />
Was ich noch nicht eindeutig geklärt habe, wie&#8217;s mit Weißweinsoße aussieht. Ich tendiere allerdings zu &#8222;Ja, darf man essen. In Maßen usw. usf.&#8220;</p>
<p>Aber die Ernährungsängste sind ja nichts, im Vergleich zur Angst, die einem vor Katzen gemacht wird.</p>
<p>Als ich meiner Friedrichshainer Frauenärztin im vergangenen Winter von Fs und meinem Vorhaben, die Pille im Frühjahr abzusetzen, berichtete, überschüttete sie mich mit Angst. Sie sprach ausführlich von offenen Rücken, der häufigsten Missbildung bei Neugeborenen. &#8222;Das tritt bei einer von 1000 Geburten auf! Ganz schlimm, Frau Gruen, sowas will man nicht erlebt haben!&#8220;. Erging sich in monströsen Beschreibungen möglicher Entstellung in Folge einer Rötelninfektion während der Schwangerschaft &#8211; und ach ja:<br />
&#8222;Haben Sie eine Katze, Frau Gruen?&#8220;<br />
&#8222;Sogar drei.&#8220;<br />
&#8222;Iiihgitt.&#8220;<br />
Ich sollte mir ernsthaft überlegen die Tiere wegzugeben. &#8222;Zum Wohle Ihres ungeborenen Kindes!&#8220;<br />
Katzen machten nicht nur unwahrscheinlich viel Dreck und haarten der Menschheit die Lungenflügel voll, nein, sie würden auch noch den Schrecken aller Schwangerschaften verbreiten: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toxoplasmose">DIE TOXOPLASMOSE!</a></p>
<p>Ich will gar nicht wissen, wie viele Katzen schon im Tierheim gelandet sind, wegen inkompetenter Vollidioten wie diesem Besen von Frauenärztin.</p>
<p><span id="more-837"></span></p>
<p>Die Toxoplasmose jedenfalls ist eine parasitäre Erkrankung, die durch rohes Fleisch, ungewaschenes Obst&amp;Gemüse, Gartenarbeit und, im Falle einer akuten Infektion der Katze, durch Katzenkot übertragen werden kann. Bei gesunden Menschen verläuft die Toxoplasmose in der Regel symptomfrei, allerhöchstens zeigen sich leichte Grippesymptome. Im Falle einer Infektion während der Schwangerschaft kommt es laut Statistik meiner neuen Frauenärztin bei 50% zu einer Infektion des ungeborenen Kindes, was bei Nichtbehandlung der Mutter zu Fehlgeburten oder Missbildungen am Fötus führen kann.</p>
<p>Zur Toxoplasmose gibt es viele geschätzte Zahlen, aber wenig genaue, vieles was man im Internet findet widerspricht sich gar. Was sicherlich schon zu vielen Missverständnissen und Katzen in Tierheimkäfigen geführt hat.<br />
Man schätzt (!) &#8211; wobei nicht bekannt ist, wie alt diese Schätzung ist &#8211; dass 70% aller Hauskatzen im Laufe ihres Lebens sich mit dem Toxoplasmose-Parasiten infizieren. Von dieser Schätzung unbedacht bleibt der Umstand, dass es heutzutage immer mehr Wohnungskatzen gibt und deren Infektionswahrscheinlichkeit gleich null ist.<br />
Im Deutschen Ärztblatt <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=29759">stellt Uwe Groß nüchtern fest</a>,  dass in Mitteleuropa nur gerade mal in einem Prozent der  Katzenkotproben die ansteckenden Oozysten nachweisbar waren. Somit,  folgert er, stellt nicht die Katze die hauptsächliche Ansteckunsquelle  dar.<br />
Die Tierärztin Dr. Gisela Jöhnssen <a href="http://www.alfa.or.at/Toxoplasmose.htm">schreibt</a>: &#8222;In Mitteleuropa sind 20-90% der Katzen Antikörper-positiv, haben sich also in ihrem Leben bereits mit dem Erreger auseinandergesetzt.&#8220; &#8211; 20-90%. Ernsthaft?<br />
Kurios finde ich auch <a href="http://www.bfr.bund.de/cm/238/verbrauchertipps_schutz_vor_toxoplasmose.pdf">diesen Satz</a> des Bundesinstitutes für Risikoberwertung: &#8222;<em>Schätzungsweise</em> ein Drittel aller Menschen ist <em>nachweislich</em> mit dem Erreger Toxoplasma gondii in Kontakt gekommen.&#8220;<br />
Ja, es gibt viel Kurioses rund um die Toxoplasmose zu lesen.</p>
<p>Neuerdings meinen manche Wissenschaftler sogar <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/unheimliche_gaeste_1.656052.html">Toxoplasmose verursache </a>Konservativismus bei Männern und bei Frauen steigere sich durch den Parasitenbefall die Intelligenz, sie würden dynamischer und unabhängiger.<br />
Manchmal verursachten die Parasiten aber auch Autounfälle und ganz allgemeinen Irrsinn, wie Depressionen, Schizophrenie und Psychosen. In jedem Fall <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Toxoplasmose#Toxoplasma_als_Problem_f.C3.BCr_Volksmoral_und_Volksgesundheit">schädigte Toxoplasmose</a> die Volkswirtschaft.<br />
Ja, eigentlich müsste man überlegen die gesamte Menschheitsgeschichte umzuschreiben, denn der Verdacht liegt nach diesen Erkenntnissen nahe, dass Hitler einfach nur ein bisschen zu viele Mettbrötchen gefuttert hat bzw. zu viel ungewaschenes germanisches Gemüse, und also in Folge der Toxoplasmose erst psychotisch, dann größenwahnsinnig mit der Tendenz zur Gruppenbildung und zum Schluss schizophren geworden ist.<br />
Wobei man allzu viel auf diese Forschungsergebnisse wiederum auch nicht geben sollte, denn sie finden vor allem bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CFMvbxj5uWI">&#8222;Welt der Wunder&#8220;</a> und <a href="http://www.vegetarisch-geniessen.com/0403/artikel/toxoplasma/">missionarischen Vegetariern </a>Verbreitung. Und vermutlich im Kopp-Verlag.<br />
Das Robert-Koch-Institut jedenfalls <a href="http://www.rki.de/cln_169/nn_504566/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__Mbl__Toxoplasmose.html#doc208160bodyText7">weiß nichts</a> von derartiger Symptomatik. Überhaupt sind die vom <a href="http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/T/Toxoplasmose/Toxoplasmose.html">RKI hübsch unaufgeregt</a> und geben sinnvolle Tipps wie man eine Ansteckung vermeiden kann. Katzen werden dort übrigens nur untergeordnet als Überträger aufgeführt und nirgendwo wird behauptet die Katzen müssten weg. Der Hauptübertragungsweg ist unzureichend gegartes Fleisch.</p>
<p>Und ich also, schwanger, mit Katzen und der Bluttest sagt &#8222;Toxoplasmose negativ&#8220;.<br />
Außer Angst vor einer Infektion hatte ich seinerzeit keine Informationen von meiner alten Ärztin erhalten. Nur das sichere Gefühl, dass keine meiner Katzen ins Tierheim käme und es unrealistisch wäre, dass ich die Katzis weniger herzen und beschnubbeln würde. Schon alleine weil es meinem seelischen Gleichgewicht abträglich wäre, was wiederum für Baby auch nicht gut sein kann. Und F, der 40 Wochen alleine die Katzenklos sauber macht, das ist schon eine feine Vorstellung.<br />
Aber dennoch darf man nicht vergessen, ich bin nicht nur Katzenliebhaberin, sondern auch Hypochonder und Hypochondrie bekommt in der Schwangerschaft ganz neue Dimensionen.<br />
Inzwischen habe ich also eine neue Frauenärztin und die fragte mich 1. ob die Katzen denn raus gehen würden, weil wenn sie das nicht tun und ich sie nicht mit rohem Fleisch füttere (was ich seit Muckis Tod eh hoffnungslos vernachlässigt hatte), gibt es keine Möglichkeit, dass die Katzen akut infiziert seien und also besteht keinerlei Gefahr. 2. erfolgt eine Infektion über die Katze ausschließlich, wenn ich Katzenkot <em>runterschlucke</em>, der mindestens älter als 24, eher 48 Stunden alt ist. 3. sind die Katzen nach einer Infektion nur eine kurze Zeit (<a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=29759">ca. vier Tage</a> bis <a href="http://www.alfa.or.at/Toxoplasmose.htm">zwei Wochen</a>) ansteckend, es ist also nicht so, dass eine Katze ein Leben lang infektiösen Kot ausscheidet. Und 4., so entnahm ich einem Info-Blatt von der neuen Ärztin, rechnet man bei 0.2 &#8211; 0.8% der Schwangeren (weltweit? auf Deutschland bezogen? steht da nicht) mit einer primären Infektion, wobei es nur bei der Hälfte der Fälle überhaupt zu einer Infektion des Kindes kommt.</p>
<p>Und nun frage ich dich, liebe Menschheit, wie konnte es soweit kommen, dass den Schwangeren eingeredet wird, <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;client=firefox-a&amp;hs=Vo1&amp;rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&amp;q=schwanger+katze+abgeben&amp;btnG=Suche&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=&amp;gs_rfai=">sie müssten ihre Katzen abgeben</a>?<br />
Es gibt da ja noch eine ganze Reihe solcher Mythen. Angeblich würden Katzen sich bösartig verändern, spätestens, wenn die Schwangere einen dicken Bauch bekommt. Und aber allerspätestens wenn das Baby da ist, müsste man die Katzen entsorgen, weil Katzen legten sich ja aus Eifersucht auf die Gesichter der Babys um sie zu ersticken. Überhaupt, aus hygienischen Gründen und weil die Kinder doch sonst allergisch würden.</p>
<p>Einmal habe ich miterlebt, dass eine Schwangere meinte ihr Kater sei nun aber wirklich aggressiv gegen sie. Der gucke auch immer so hinterlistig auf ihren Bauch.<br />
Tatsächlich war das Kerlchen weniger umgänglich. Was aber sicher nicht daran lag, dass das Tier irgendeine magische Abneigung gegen Schwangerschaften hatte, sondern im Verhalten der Halterin begründet war: Aus Angst vor Keimen strafte sie den Kater mit Nichtachtung und Ablehnung. Bei Einzelhaltung in der Wohnung war er völlig sich selbst überlassen und wenn er seinem Unmut Luft machte, wurde er ins Bad gesperrt.<br />
Er wurde dann noch vor der Geburt weggegeben, weil sie ihre Panik nicht in Griff bekam, der Kater würde dem Säugling die Augen auskratzen.<br />
Da waren das Problem die Projektionen und unreflektierten Ängste der Frau, mitnichten das Katerchen. Und ich bin mir ziemlich sicher, bei näherer Betrachtung eines jeden Falles, von vermeintlich unerklärlich aggressiven/störendem Verhalten einer Katze, während der Menschenschwangerschaft würde man feststellen, dass die Menschen sich der Katze gegenüber &#8211; oft wahrscheinlich unbewusst &#8211; abwehrend verhalten.<br />
Tatsächlich habe ich auch noch nie von dem Fall gehört, dass ein positiv eingestelltes Elternpaar mit Katzen und Baby Probleme hatte.<br />
Im Gegenteil bin ich überzeugt, und so kenne ich das aus meiner eigenen Kindheit, dass es wunderbar und wichtig für Kinder ist, Tiere um sich zu haben. Und selbst wenn Baby mal laut brüllt und die Katzen entsetzt das Weite suchen; in einem umsichtigen Katzen- und Kinderhaushalt ist für alle genug Platz vorhanden, zum Rückzug und Ruhe finden ebenso, wie zum Toben und Krachmachen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/837/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=837&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Krankenhäuser meines Lebens</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 22:56:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen und Quatsch]]></category>
		<category><![CDATA[Meine unsichtbare Schreibmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn der Normalität]]></category>
		<category><![CDATA[Fürchterlich]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrichshain]]></category>
		<category><![CDATA[Klinikum im Friedrichshain]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Notaufnahme]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit elf Jahren ging ich, nach einem Tag auf dem Reiterhof, nicht in die Badewanne, wie meine Mutter es mir zu befehlen versuchte, sondern rannte mit den Worten &#8222;Mach ich später.&#8220; zur Haustür hinaus, in den nahegelegenen Park, um mit &#8230; <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/08/10/krankenhaeuser-meines-lebens/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=813&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit elf Jahren ging ich, nach einem Tag auf dem Reiterhof, nicht in die Badewanne, wie meine Mutter es mir zu befehlen versuchte, sondern rannte mit den Worten &#8222;Mach ich später.&#8220; zur Haustür hinaus, in den nahegelegenen Park, um mit Freundinnen zu spielen.<br />
Wir rannten und giggelten und sprangen und quiekten, später wollten unsere Familien zusammen grillen. Es war ein schöner Frühsommerabend. Bis ich irgendwann zu schnell rannte (ich war bis zu diesem Tag, und danach nie wieder, die Schnellste in meiner Altersklasse) und nicht stoppen konnte. Beim Versuch doch anzuhalten, drückte ich mein rechtes Knie so arg durch, dass es im Gelenk krachte und mein Unterschenkel nach vorne umknickte. Mit einem Schlag brüllte ich vor Schmerz.</p>
<p>Ich erinnere mich, wie meine Eltern geholt wurden, wie ich versuchen sollte aufzustehen, der Schrecken darüber, dass es unmöglich war. Wie mein Vater mich schließlich die Straße runter zu unserem Auto trug. Wobei wir an den großen Jungs vorbeikamen, die waren alle schon steinalte 15 und ich schämte mich sehr, als plärrendes Elend auf den Armen meines Papas an ihnen vorbeigeschleppt zu werden.<br />
In der Notaufnahme weinte meine Mutter immer wieder: &#8222;Wenn ich doch nur auf dein Bad bestanden hätte&#8230;&#8220; Mein Vater war ungewöhnlich blass und still.<br />
Als es hieß, ich müsse für unbestimmte Zeit im Krankenhaus bleiben und operiert werden, wurde mir mulmig. Aber ich wusste damals noch nicht, dass soeben der Grundstein gelegt wurde für meine bis heute andauernde Krankenhausphobie. Befeuert und stetig angefacht von unfreundlichen Schwestern, eiskalten Ärzten, einem gravierendem Mangel an Empathie und allgemeiner Inkompetenz. &#8211; Blicke ich auf meine sämtlichen Notaufnahmen- und Krankenhausaufenthalte zurück, erinnere mich gerade an drei nette Schwestern und einen einzigen mitfühlenden Arzt.</p>
<p>Muss ich stationär in einem Krankenhaus bleiben, träume ich dauernd, ein Feuer bräche aus und ich würde ans Bett gefesselt sein und vergessen. Manchmal steht mein Bett an einem Fenster, in grobkörniger Dunkelheit kann ich sehen, wie Menschen sich unten auf der Straße versammeln. Ich bin nicht einmal fähig an die Scheibe zu klopfen, während durch die Zimmertür das Feuer herein bricht. Bevor die Flammen mein Bett erreichen, schrecke ich hoch.</p>
<p><span id="more-813"></span></p>
<p>In Friedrichshain gibt es das auf der Landsberger Allee das <a href="http://www.vivantes.de/web/einrichtungen/kfh.htm">Vivantes Klinikum im Friedrichshain.</a> Sonderbarerweise hielt ich das anfangs für einen glücklichen Umstand. Immerhin, <em>wenn</em> mal was wäre&#8230;<br />
Was Ernstes, Gott sei Dank, war aber nie. Dafür genügend kleinerer Zwischenfälle, die einen Besuch in der Notaufnahme veranlassten.<br />
Man könnte unbedarfte Patienten des Klinikums damit erschrecken, dass Horst Wessel in den uralten Hallen des Klinkerbaus umhergeht, denn immerhin ist er dort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Wessel#Tod">verstorben</a>. Aber ich glaube, selbst Horst Wessels Geist könnte nicht so schrecklich sein, wie die real existierende medizinische und menschliche Betreuung dieser Notaufnahme.<br />
Ich war zu diversen Tages- und Nachtzeiten dort. Und ich habe noch nie ein derart sadistisches und gleichgültiges medizinisches Personal erlebt, wie in der Friedrichshainer Notaufnahme. Tatsächlich stehe ich mit diesem Empfinden <a href="http://maps.google.de/maps/place?oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;q=klinikum+friedrichshain+erfahrung&amp;fb=1&amp;gl=de&amp;hq=klinikum+friedrichshain+erfahrung&amp;hnear=Berlin&amp;cid=229164091503217370&amp;dtab=2&amp;ei=e3FgTODpEoelOIvD9LwJ&amp;sa=X&amp;oi=local_result&amp;ct=result&amp;resnum=4&amp;ved=0CDUQqgUwAw">nicht alleine</a> da.</p>
<p>Und so war es an einem Augusttag vor drei Jahren, als mich eine Ärztin, die aussah wie Ursula, die Meerhexe, pro forma in die Notaufnahme schickte. Ich hatte ein bisschen Fieber und Bauchweh, das war ihr nicht geheuer und wie angenehm, das Krankenhaus ist ja gleich gegenüber des Ärztehauses. Was muss man da groß selber untersuchen &#8211; man überweist den Kränkelnden, in dem vollen Bewusstsein, dass dieser Mensch zwar eigentlich ins Bett gehört, aber unbestimmte Wartezeit auf Plastikschalenstühlen wird ihn wohl auch nicht umbringen.<br />
Ich wusste, dass ich &#8222;Wartezeit mitbringen&#8220; musste und freute mich als schon nach einer Stunden mein Name erklang. Eine junge blonde Schwester und eine mittelalte blonde Schwester riefen mich in einen kleinen Raum, sie begrüßten mich weder, noch fragten sie wie es mir gehe. Sie maßen meinen Blutdruck und rammten mir eine Kanüle in die Armbeuge, anschließend wurde ich wortlos wieder in den Wartebereich geschickt. Und da blieb ich dann. Im Wartebereich, mit der Kanüle im Arm. Für weitere sechs Stunden.<br />
Als ich mich (wie ich später zu Hause maß) mit 39,8°C Fieber gegen 20:30 Uhr zu den Schwestern durchmogelte und fragte, wie lange es in etwa noch dauere, ich sei jetzt seit dem frühen Nachmittag da, es gehe mir nicht gut, aber auch nicht so schlecht, damit es für eine Notaufnahme reiche. Nur diese Kanüle in meinem Arm, deren Sinn verstünde ich nicht, und das tue verdammt weh und ich würde jetzt gerne gehen.<br />
Daraufhin blaffte mich erst eine Schwester, dann eine völlig überfordete Ärztin an. Ich sagte immer wieder: &#8222;Ich verstehe, dass Sie unterbesetzt sind. Das ist sicher nicht leicht für Sie. Aber ich möchte einfach nur nach Hause. Bitte ziehen Sie diese Nadel auf meinem Arm!&#8220;<br />
Es folgte eine zermürbende Diskussion darüber, dass es unverantwortlich von mir sei, wenn ich gehen wollte ohne untersucht zu werden. Ich antwortete, unverantwortlich sei es Fiebernde für Stunden warten zu lassen.<br />
Leider sagte ich nicht: Es ist Körperverletzung und sadistisch, Patienten grundlos Venenkatheter zu legen und die Menschen dann über Stunden alleine und im Ungewissen zu lassen.<br />
- Fast jedem Patienten wurde an diesem Tag eine Kanüle in den Arm gerammt; prophylaktisch und ohne, dass um Einverständnis gefragt oder der Sinn erklärt worden war.<br />
Und ich sagte auch nicht, dass das Menschenbild, das auf dieser Station vom Klinikpersonal gepflegt wurde, einem Alptraum entstamme.</p>
<p>F stützte mich nach Hause, wo ich heulend aufs Bett sank und schluchzte, nie wieder und auf keinen Fall wolle ich je wieder in ein Krankenhaus.<br />
Eine andere Ärztin, zu der ich Tags drauf ging, riss erstaunt die Augen auf. &#8222;Wegen Fieber und Bauchweh wurden Sie in die Notaufnahme geschickt?&#8220; Sie grummelte was von, Fluch, der das sei, ein Ärztehaus direkt gegenüber vom Krankenhaus, reine Bequemlichkeit der Kollegen.<br />
Meine rechte Armbeuge war länger blau und lila und grün und gelb als meine Krankheit dauerte.<br />
Leider war dieses Erlebnis nicht mein Letztes mit dieser Notaufnahme in Friedrichshain. Aber das sind andere Geschichten.</p>
<p>Und heute wohnen wir wieder in Krankenhausnähe, diesmal ist es das Virchow-Klinikum. Ich bin gespannt, wann und auf welche Weise es in mein Leben treten und mir in Erinnerung bleiben wird.</p>
<p>Soeben erinnert mich F daran, dass er selbst darüber seinerzeit gebloggt hat: <a href="http://citronengras.de/ein-wort-mit-drei-ei/">Ein Wort mit drei &#8222;ei&#8220; &#8211; Zeitgeistscheiß </a><br />
Damals bloggte er überhaupt noch viel. Aber ich will aufhören in Wunden zu stochern und darauf hinweisen, dass F sich in dem Artikel der politischen Dimension und den Folgen der Krankenhausprivatisierungen gewidmet hat.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/813/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/813/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/813/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/813/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/813/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/813/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/813/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/813/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/813/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/813/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/813/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/813/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/813/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/813/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=813&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Biermeile findet ja auch ohne uns statt</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 10:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erinnerungen und Quatsch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschheit im Kleinen und Großen]]></category>
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		<description><![CDATA[Obwohl ich nicht twittere, habe ich eine Lieblingstwitterin (zufälligerweise ist sie in Liebe mit Katzen). Und eben diese Dame erinnerte mich gestern daran, dass es ja auch noch die Biermeile gibt. Beim Besuch der Internetpräsenz der Biermeile, wurde ich belehrt, &#8230; <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/07/30/die-biermeile-findet-ja-auch-ohne-uns-statt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=787&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl ich nicht twittere, habe ich eine <a href="http://twitter.com/katjaberlin">Lieblingstwitterin</a> (zufälligerweise ist sie <a href="http://twitter.com/katjaberlin/status/19859172233">in Liebe</a> <a href="http://twitter.com/katjaberlin/status/18383312826">mit Katzen</a>). Und eben diese Dame <a href="http://twitter.com/katjaberlin/status/19816682548">erinnerte mich</a> gestern daran, dass es ja auch noch die <a href="http://www.bierfestival-berlin.de/diebiermeile.html">Biermeile</a> gibt. Beim Besuch der Internetpräsenz der Biermeile, wurde ich belehrt, dass diese Veranstaltung ein Motto hat. Und dass das Motto dieses Jahr klangvoller nicht sein könnte: &#8222;Bier macht uns zu Freunden!&#8220;<br />
Von diesem &#8222;uns&#8220; möchte ich mich ausdrücklich ausgeschlossen wissen.</p>
<p>Aus Gründen der unfreiwilligen Nachbarschaft über viele Jahre hinweg, verabscheue ich das &#8222;größte Bierfestival der Welt&#8220; ausdauernd und heißblütig, dennoch spürte ich auf einmal einen irrationalen kleinen Stich der Wehmut, als ich an dieses stinkende, urin- und bierüberflutete Straßenfest erinnert wurde. Denn diese Nachbarschaft ist inzwischen ja nicht mehr. Gott sei Dank, eigentlich. Und trotzdem ist alles, was mit Friedrichshain verbunden ist auch wehmütig besetzt und also auch das alljährliche Rituale der Biermeile und meiner Verachtung derselben.<br />
Tatsächlich machte die Erinnerung daran einen derartigen Eindruck auf mich, dass ich heute Nacht von der Biermeile träumte.</p>
<p>Ich träumte, ich liefe die Karl-Marx-Allee lang, von Weberwiese aus Richtung Frankfurter Tor und betrachtete die gegenüberliegende Straßenseite. Bierstand reihte sich an Bierstand und dazwischen das große Rülpsen und Furzen des vereinigten Proletariats. Peter Kraus, der sich mit 104 gerade frisch hatte liften lassen, wackelte parkinsonesk auf einer kleinen Bühne vor dem Biergarten &#8222;Oranke&#8220;. Davor eine Horde Bierzombies, die mit ihren dicken Bäuchen immer wieder gegeneinander taumelten, was sie am Umfallen hinderte, einerseits, und sie andererseits in Bewegung hielt.<br />
Der Traum verlor sich dann in einer etwas zusammenhanglosen Kritik am Umbau der Weberwiese und Berlins <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/de/senatorin.shtml">Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer</a>, die ich ebenfalls ausdauernd und heißblütig nicht leiden kann, aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p><span id="more-787"></span></p>
<p>Das erste Mal machte ich Bekanntschaft mit der Biermeile an einem Freitagvormittag vor sechs Jahren. Da waren der Karl-Marx-Allee quasi über Nacht sämtliche Elemente eines Volksfestes gewachsen und schon konnte man Eltern mit kleinen Kindern beobachten, die noch vor der Mittagszeit Bier in sich schütteten und geifernde Töne von sich gaben, vermutlich eine Art Lachen.<br />
Die Biermeile ist auch immer ein Debütantinnenball zukünftiger Alkoholiker.</p>
<p>Und so wurden F und ich während der sechsjährigen Anwohnerschaft am ersten Augustwochende regelmäßig Zeuge, wie besoffene Eltern ihre Kinder in Verantwortungspositionen drängen, wo die Kleinen wirklich nichts verloren haben. Eindrucksvoll im Gedächtnis ist mir geblieben, wie Vater, Mutter, Kind nachts ihren Heimweg von der Biermeile aus antraten und die Friedenstraße lang liefen.<br />
Das Kind, ein etwa achtjähriges Mädchen, konnte noch sicher gehen, die Eltern strauchelten und wankten, der Vater lief Schlangenlinien auf der Fahrbahn.<br />
Die Mutter sagte zum Kind: (lallend) &#8222;Pass ma uff deenen Vater uff. Dit der ja nich übafahrn wird.&#8220;<br />
Das Kind: (resigniert und gefasst) &#8222;Papa, komm bitte von der Straße.&#8220;<br />
Vater: (weinerlich) &#8222;Lassmehinruh.&#8220;<br />
Die Kleine versuchte eine Weile den uneinsichtigen Vater zu überzeugen, während die Mutter irr lachte. Schließlich probierte das zierliche Mädchen den beleibten Vater zu stützen und auf den Bürgersteig zu bugsieren. Es war grotesk, wie die Kleine diesem riesigen Erwachsenen Halt geben wollte. Anstatt dass der Mann sicher ging, zwang er seinem Kind denselben Torkelgang in der Straßenmitte auf.<br />
Das letzte was wir von dieser Familie hörten, war die verzweifelte Stimme des Mädchens in der Bemühung den Eltern Verantwortung abzutrotzen.<br />
Solche Szenen gibt es viele auf der Biermeile.</p>
<p>Völlig enthemmte Erwachsene, die dem unfreiwilligen Zuschauer ihre blanken Hintern und andere Privatangelegenheiten präsentieren, während Urin aus ihnen tropft. Die hilflosen Grünflächen um die Karl-Marx-Allee sind nach der Biermeile ein Trauerspiel an Müll und Siff.<br />
Vor den Haustüren der Anwohner sammeln sich Urinlachen und Erbrochenes, für die nächste Zeit haftete einem beim Betreten der Häuser der hässliche Gestank menschlicher Ausscheidungen in der Nase.<br />
Der Gang zur U-Bahn, zum Ostbahnhof oder Supermarkt wird zum Spießrutenlauf durch dicht gedrängte, Bier verschüttende und stolpernde Rentner, Prolls und Touristen, die eine große Ballermann-Sause aufspielen und sich dabei gerne mal eins auf die Fresse geben.<br />
Und den Gedanken, noch schnell Geld bei der Sparkasse zu holen, sollte man rasch verwerfen, dafür platzt der Geldautomatenraum aus allen Nähten und noch tagelang nach der Biermeile ist es unmöglich Scheine abzuheben, die kleiner als 100 Euro sind.</p>
<p>Einmal war da dieses Paar, nach Art junger Brandenburger, das gerade als F und ich durch den Hof nach draußen wollten, sich begann am Hoftor zu begatten. Da war es noch hell und das Paar dennoch nicht mehr in der Lage sich einigermaßen aus der Situation zu retten. Mit hochgerutschem Rock und halb heruntergelassenen Hosen wankten sie schließlich die Palisadenstraße lang, abwechselnd lallend und gackernd.<br />
Ich hoffe sehr, dass sie der Gnade eines Filmrisses entkommen sind. Und vielleicht die ein oder andere Geschlechtskrankheit für die beiden rausgesprungen ist.</p>
<p>Wie ich soeben herausfand, gibt es noch von anderen Stellen Kritik an der Biermeile:<br />
RTL hat sich anlässlich der Biermeile 2009 in Publikumsbeschimpfung versucht und einen überaus anschaulichen, kurzen Bericht des Treibens abgeliefert.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/07/30/die-biermeile-findet-ja-auch-ohne-uns-statt/"><img src="http://img.youtube.com/vi/KFD4DuTSDwM/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Auf <a href="http://de.indymedia.org/2009/08/257806.shtml">indymedia</a> schließlich wird über Neonazis auf der Biermeile geschrieben und es werden recht eindrückliche Fotos gezeigt.</p>
<p>Und ich bin froh, überkommt mich doch, nachdem ich mir den jahrelang angewachsenen Berg aus Ekel endlich von der Seele schreiben konnte, eine gewisse Ruhe. Die Biermeile findet ab jetzt ohne uns statt. Gott sei Dank.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/787/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/787/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/787/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/787/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/787/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/787/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/787/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/787/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/787/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/787/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/787/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/787/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/787/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/787/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=787&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Individuelle Schwächen&#8220; und das Übernehmen von Schuld</title>
		<link>http://paduppel.wordpress.com/2010/07/25/individuelle-schwachen-und-das-ubernehmen-von-schuld/</link>
		<comments>http://paduppel.wordpress.com/2010/07/25/individuelle-schwachen-und-das-ubernehmen-von-schuld/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 12:09:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschheit im Kleinen und Großen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn der Normalität]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Sauerland]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Loveparade 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[Michael Schreckenberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Schuld]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Rabe]]></category>

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		<description><![CDATA[2004 besuchten F und ich mit Freunden das vergleichsweise kleine Immergut-Festival. Es war mein erstes und letztes Festival. Von Anfang an war ich skeptisch, ob mir das da denn gefalle. Dixi-Klos und Zelte dicht an dicht, überall Menschen, nirgends Rückzugsraum. &#8230; <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/07/25/individuelle-schwachen-und-das-ubernehmen-von-schuld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=761&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2004 besuchten F und ich mit Freunden das vergleichsweise kleine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Immergut_Festival">Immergut-Festival</a>. Es war mein erstes und letztes Festival.</p>
<p>Von Anfang an war ich skeptisch, ob mir das da denn gefalle. Dixi-Klos und Zelte dicht an dicht, überall Menschen, nirgends Rückzugsraum. Aber F meinte, ich müsse es einfach mal ausprobieren und ihm, der er das Immergut schon 2002 besucht hatte, war es in bester Erinnerung, fast familiär sei es gewesen. Ungern wollte ich als Spielverderberin dastehen, also überkletterte ich meinen Schatten. Und schließlich: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LiWNZNtCwVU&amp;feature=related">Tomte</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cnN6ftyXCW8">Kettcar</a> im Line-Up, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9Z16yVNsIBA">Bernd Begemann</a>, die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=iXMiPKBV17Q">Weakerthans</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qI0prZWmxQk">The Notwist</a>.</p>
<p>Aber gleich am ersten Abend erlebte ich eindrücklich, warum ich Veranstaltungen wie diese meiden wollte. Es war &#8211; ich glaube &#8211; vor dem Tomte-Konzert und Tomte, die waren ja der heiße Scheiß, da wollten alle hin. Wir waren schon vom Zeltplatz auf das Festivalgelände gegangen, da fiel mir irgendwas ein, was ich vom Zelt holen musste. Ich ging durch den Ein- und Ausgang, über dessen Breite ich zu diesem Zeitpunkt nicht nachdachte und lachte mit S, die mit mir kam.<br />
Als wir zurückkehrten hatte sich vor dem Zugang eine kleinere Menschentraube gebildet, deren Teil wir wurden. Schließlich: Das erste große Konzert sollte gleich beginnen, das wollte man nicht verpassen.<br />
Aber für die Hereinströmenden erwies sich der Zugang als zu schmal, von hinten, links und rechts brandeten immer mehr und mehr Menschen gegen die Traube, bis wir schließlich derart dicht standen, dass wir unsere Ellenbogen kaum mehr frei bekamen. Neben uns hyperventilierte ein Mädchen.</p>
<p>Ich konnte nichts sehen als Menschen, nichts riechen als Schweiß, Bierdunst, Parfum und Plastikstoff. Jede meiner Bewegungen endete in Enge. Unvorhersehbare Wellenbewegungen drängten uns brutal gegen einander, in die eine oder andere Richtung, schoben die Menschen auf mich. S und ich umklammerten die Hand der anderen wie verrückt.</p>
<p>Erst war Murren zu hören, Unzufriedenheit. Es änderte sich nichts, die Traube wurde daran gehindert auf das Festivalgelände zu strömen, aber immer mehr Menschen schwappten gegen den Haufen.<br />
Eine schrille Männerstimme rief: &#8222;Ich muss hier raus.&#8220; Von hinter mir kam Schluchzen: &#8222;Ich kann nicht mehr.&#8220; Aus einer anderen Ecke: &#8222;Hallo? Hallo? Nicht ohnmächtig werden! Hilfe, hier wird eine ohnmächtig. Hilfe! Wir müssen hier raus.&#8220;<br />
Es wurde immer enger, die Luft, obwohl unter freiem Himmel, immer dünner und in den Ohren rauschte das Blut.<br />
Als die Menschen zwar versuchten eine Gasse zu bilden, um die kollabierte Dame zu befreien, diese Gasse aber sofort immer wieder geschlossen wurde und niemand etwas dagegen tun konnte, auch Rufe nichts brachten, legte sich echte Panik über die Masse. In meiner Kehle würgten Tränen der Verzweiflung.<br />
Ich dachte nur: &#8222;Raus. Weg. Wenn ich hier raus komme &#8211; nie wieder mach ich bei sowas mit.&#8220;<br />
Und das ereignete sich auf einem freien Feld mit höchstens ein paar Hundert Menschen innerhalb einer recht kurzen Zeit. Bis zur Auflösung der Situation dürfte höchsten eine 3/4 Stunde vergangen sein.</p>
<p><span id="more-761"></span></p>
<p>Daran musste ich denken, als ich gestern am frühen Abend von der Massenpanik in dem dunklen Tunnel hörte.<br />
Da werden Urängste geweckt.<br />
Es muss zugegangen sein, wie bei einem Schiffsuntergang mit zu wenig Rettungsboten. Menschen, die vor Erschöpfung hinfallen sterben, <a href="http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a3962/l0/l0/F.html#featuredEntry">Menschen sterben aufrecht stehend</a>, zerdrückt, unbemerkt von Umstehenden, Menschen, im verzweifelten Versuch sich in die Höhe zu retten, stürzen auf die ineinander Gefangenen.<br />
Ich kann mir nur wenig vorstellen, was gespenstischer ist.</p>
<p>Die Lust an der Masse ist mir fremd, nicht zuletzt, weil ich mir der irrationalen und deindividualisierenden Komponente von Massen bewusst bin. Und natürlich ist jeder Mensch, der sich freiwillig in Massen begibt, mitverantwortlich wenn ein solches Grauen ausbricht. Aber zu erleben, wie die Organisatoren nun ernsthaft behaupten, die Schuld läge alleine bei den Opfern, macht mich schlicht wütend.</p>
<p>Der sogenannten Panikforscher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Schreckenberg">Michael Schreckenberg</a>, mitverantwortlich für das Unbedenklichkeitsgutachten des Loveparade-Veranstaltungsorts, ist offensichtlich nicht fähig angesichts der Realität seine beschränkte Theorie zu ändern. Nein, ein einspuriger Tunnel als offizieller Ein- und Ausgang für erwartbare 1,5 Million Menschen in einem umzäunten Gelände, auf dem gerade einmal 250.000 Platz fänden, sei kein Wahnsinn gewesen. <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/Experte-verteidigt-Sicherheitskonzept-id3280108.html">Sondern</a>: „Es gibt immer Menschen, die sich nicht an die Spielregeln halten.“<br />
Adolf Sauerland schließlich, der CDU-Bürgermeister Duisburgs, schämt sich nicht auf <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Politiker-zur-Katastrophe-id3279922.html">dieser Pressekonferenz</a> zu erklären &#8222;es lag nicht am Sicherheitskonzept, das nicht gegriffen hat, sondern an individuellen Schwächen&#8220;. &#8211; Womit er nebenbei selbst entlarvt, dass seine hölzerne Anteilnahme zur Einleitung nur Heuchelei ist, die gezeigt werden muss, nicht weil sie seinen Gefühlen entspricht, sondern weil er weiß, dass es erwartet wird. Gut erzogen ist Adolf Sauerland natürlich.<br />
Und dann Wolfgang Rabe, der Dritte im Bunde, der vor der Loveparade noch <a href="http://www.einslive.de/musik/extras/loveparade/2010/fakten_loveparade.jsp">freimütig erklärte</a>: &#8222;Auf keinen Fall werde es eine Absage wie in Dortmund geben.&#8220; Und Sicherheitsbedenken &#8222;gibt es in Duisburg nicht&#8220;. Was nebenbei gemerkt, für ihn und seine Kollegen gestimmt haben mag, der Wahrheit aber nicht <a href="http://www.derwesten.de/kultur/musik-und-konzerte/loveparade/Loveparade-wird-zum-Tanz-auf-dem-Drahtseil-id3265037.html">entspricht.</a><br />
Auch <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video744178.html">er stammelt jetzt</a>, im Gleichklang mit seinen Kollegen, schrecklich, ja das sei es schon, aber Schuld, das sind allein die Opfer. Natürlich umschreibt er seine Kernaussage, damit es besser klingt.</p>
<p>Der Wahnsinn der Normalität: Menschen, die stundenlang dicht an dicht gefangenstehen, merken wie ihre Kräfte nachlassen, wie die Luft im Tunnel im dünner wird und versuchen sich notfalls in die Höhe zu befreien. Vielleicht sogar mit der Überlegung: &#8222;Wenn ich hier nicht mehr stehe, ist ein bisschen mehr Platz für die Anderen.&#8220; Diese Menschen also sollen jetzt als Ursache herhalten, nicht als Folge der längst eingetreten Massenpanik aufgrund von Enge, Stillstand und Missmanagement.<br />
Hier werden Ursache und Wirkung vertauscht. Ein typisches, oft unbewusst inszeniertes Verwirrstück, um sich der eigenen Verantwortung und Schuld zu entziehen.</p>
<p>Interessant zu beobachten, wie die Verantwortlichen immer nur verschwurbelte Umschreibung für die 19 Toten und über 300 Verletzten finden und nicht einmal Klartext reden.<br />
Aber wenn Sauerland, Rabe, Schreckenberg eingestehen würden, dass sie Schuld sind an Tod, Verletzung, Traumatisierung, dann würden sie ein Maß an psychischer Reife beweisen, das nur die wenigsten Menschen besitzen. Machtmänner wie diese drei ganz sicher nicht.<br />
Eine Psychoanalytikerin meinte einmal zu mir, Schuld in ihrer vollen Tragweite anzunehmen sei die größstmöglichste psychische Leistung. Da kann ich ihr nur Recht geben. Und erinnere mich nicht, wann zuletzt ein Machtpolitiker glaubhaft Schuld für sein jeweiliges Tun eingestanden und die Verantwortung übernommen hat.</p>
<p>Und wie man auf die Idee verfallen kann, Besuchern der Loveparade (traditionell voller Rauschmittel bis in die letzte Synapse) vorzuwerfen, sie hätten nicht regelkonform reagiert und seien über Absperrungen geklettert! Überhaupt auf die Idee zu kommen, vorauszusetzen, dass sich eine Menschenmasse rational verhalte. &#8211; Jemand, der das tut, dem fehlt jeder Kontakt zur Wirklichkeit, der ist in theoretischen Sphären verloren gegangen.<br />
Ich hoffe das war es für immer mit der Loveparade. Ich bin froh gewesen, als sie aus Berlin verschwunden ist.<br />
Und ich hoffe die Toten und Verletzten sind endlich auch für die die großmannsüchtigen Veranstalter mit ihren Kleingeistern genug, um diesen Massenirrsinn <a href="http://www.ruhrbarone.de/update-loveparade-der-zombie-der-ruhrburokraten/">zu begraben</a>.</p>
<p>-Update-<br />
Bin ich froh, die Loveparade ist Geschichte. Angemessen und sinnvoll.<br />
Aber wer allen Ernstes in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=I2vxmEFRsyA&amp;feature=related">Anbetracht</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=I2vxmEFRsyA&amp;feature=related">solcher</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PMld0jhO7Jk">Aufnahmen</a> davon spricht, die Ursache sei noch unklar und <a href="http://www.tagesschau.de/inland/loveparade188.html">&#8222;vor voreiligen Schuldzuweisungen warnt&#8220;</a> , der verhöhnt die Opfer und ihre Hinterbliebenen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/761/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/761/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/761/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/761/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/761/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/761/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/761/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/761/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/761/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/761/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/761/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/761/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/761/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/761/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=761&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Oh, wie schön sind die Rehberge</title>
		<link>http://paduppel.wordpress.com/2010/07/23/oh-wie-schon-sind-die-rehberge/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 15:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lotta Gruen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Natur in Menschenhand]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftspark]]></category>
		<category><![CDATA[Rehberge]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Volkspark]]></category>
		<category><![CDATA[Volkspark Rehberge]]></category>
		<category><![CDATA[Wedding]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ich anderen und mir selber gerne in Erinnerung rufe, ist, dass Berlin ja in einem Urstromtal liegt. Bei mir beschwört das immer wieder Bilder von Dinos, Urwäldern und weiten grünen Ebenen herauf und einem reißenden Strom, um den herum &#8230; <a href="http://paduppel.wordpress.com/2010/07/23/oh-wie-schon-sind-die-rehberge/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=732&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich anderen und mir selber gerne in Erinnerung rufe, ist, dass Berlin ja in einem Urstromtal liegt. Bei mir beschwört das immer wieder Bilder von Dinos, Urwäldern und weiten grünen Ebenen herauf und einem reißenden Strom, um den herum das Urzeitgetier sich tummelt, aalt und röhrt.<br />
Vor allen Dingen bedeutet es aber eigentlich nur: Sand.<br />
Der berüchtigte märkische Sand.<br />
Und eben dieser Sand ging den Berlinern nach dem Ersten Weltkrieg auf den Wecker. Man hatte in der großen Not nämlich sämtliche Bäume abgeholzt, die dort gestanden hatten, wo <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=volkspark+rehberge&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=14.187459,39.506836&amp;ie=UTF8&amp;hq=volkspark+rehberge&amp;hnear=&amp;ll=52.564039,13.336372&amp;spn=0.10727,0.308647&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A">heute der Volkspark Rehberge liegt</a>. Und weil die Bäume nicht mehr den grundbildenden Sand zusammenhielten, verwehte das Zeug dauernd. Der Feinstaubgehalt dieser Tage muss im Wedding mörderisch gewesen sein.<br />
Ich stelle mir vor, wie eine Weddinger Hausfrau im Jahre der galoppierenden Inflation ihre Weißwäsche zum Trocken in den Hof hängt und sie beim Zusammenlegen entsetzt über den sandigen Schleier ist. Da hat sie den gesamten Samstag in der Waschküche mit Seifenlauge und Waschbrett gekämpft, hat Rückenweh, Schwielen, Blasen und aufgeplatzte Haut hingenommen und nun macht der Sand, diese Plage, alles zunichte. Und am Abend wird wieder der Mann schimpfen, dass Laken sei rau und kratze. Wenigstens ist der Scheuersand dieser Tage nie zu knapp und die Dielen glänzen.<br />
Wann immer man sich ins Sacktuch schnäuzte, fand man ein Schnodder-Sand-Gemisch. Und aus den Krankenzimmern des Virchow-Klinikums drang das tuberkulöse Husten von Menschen mit Staublungen.<br />
So mag das damals gewesen sein. Und das blieb auch so, bis im Laufe der 1920er Jahre die <a href="http://www.dhm.de/lemo/objekte/statistik/arbeits11b/index.html">Arbeitslosigkeit explodierte</a>. Daraufhin wurden Notstandsprogramme auf den Weg gebracht, um die Menschen wieder in Lohn und Brot zu bringen und vormals Arbeitslose wurden u.a. damit beschäftigt Parks anzulegen.<br />
Von 1926 bis 1929 arbeiteten 1200 Menschen an der Entstehung des <a href="http://www.gerhildkomander.de/content/view/150/172/">Volksparks Rehberge</a>. Der spätere SPD-Politiker <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_R%C3%BCck">Fritz Rück</a> bemerkte 1931 in seinem Buch &#8222;Der Wedding in Wort und Bild&#8220; es sei die &#8222;&#8230;wohl die größte soziale und städtebauliche Leistung der letzten Jahrzehnte&#8220; gewesen.</p>
<p><span id="more-732"></span></p>
<p>Wie wunderbar wäre es, wenn die Bundesregierung oder der Berliner Senat eine Neuauflage dieser Maßnahmen vornähmen. Man stelle sich vor, 1000 Arbeitslose, die anstatt sinnloser Bewerbungstrainings, Leiharbeit bei kriminellen Firmen und entwürdigender 1-Euro-Jobs, Parklandschaften gestalteten. Das Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhofs böte sich da an.<br />
Ich stelle es mir überaus wohltuend vor, für Menschen, die tagtäglich mit den Gefühl kämpfen, überflüssig zu sein und sich von der arbeitenden Bevölkerung, den Medien und vielen Politikern als Schmarotzer beschimpfen lassen müssen, wenn sie etwas Schönes schaffen, das von Dauer und weithin sichtbar ist. Arbeit an der frischen Luft und mit Pflanzen mag eine anstrengende und mitunter widrige sein, aber letztlich ist sie auch immer zutiefst befriedigend.<br />
Und für das Stadtklima wäre eine Wiederaufforstung, besonderes in Anbetracht der extrem heißen, trockenen Sommer, eigentlich unabdingbar.</p>
<p>Aber zurück in die Rehberge: An einem kalten Abend Ende März konnten F und ich die Rehberge das erste Mal erkunden. Es war schon dunkel und uns etwas mulmig. Wir witzelten erst noch, dass wir uns ja nicht verlaufen sollten und uns schlotterten kurzzeitig die Knie als wir glaubten nun sei es soweit. Ein feines Abenteuer!<br />
Die Rehberge sind so anders als der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volkspark_Friedrichshain">Volkspark Friedrichshain</a>. Viel größer und abwechslungsreicher und natürlicher und ruhiger.<br />
Bekommt man auf den Friedrichshainer Wiesen an einem heißen Sommertag kaum seine Decke ausgebreitet vor lauter Grill-Gruppen und kiffender Studenten, hat man in den Rehbergen Platz satt und kann dabei noch wilde Karnickel und selten gewordene, einheimische Singvögel beobachten.</p>
<p>Immer wieder laufe ich mit einem fast verliebten Kribbeln in der Brust durch die Rehberge und denke: &#8222;Das ist mitten in Berlin!&#8220; Ein Mutterstolz ergreift mich dann, wie ich ihn vorher nur von Friedrichshainer Orten kannte. Und eine glückselige Zufriedenheit, wenn es nach Harz, Waldboden und Blättern im Sonnenschein riecht oder dem herbsauren Geruch des Möwenteichs an heißen Tagen. Der Duft sonnentrockenen Grases, das mich an die Sommer auf dem Land zur Zeit der Heuernte vor 100 Jahren erinnert. Und das Zirpen der Grillen, fast ohrenbetäubend, während um meine nackten Füße trockene Halme kratzen. So weit das Auge reicht: Weißblauer Himmel, bauchige, im Gegenlicht der Sonne dunkelgrüne Wipfel und hügelweit der Boden gelb.<br />
Nicht weit von mir hat ein älterer Herr seine Staffelei aufgestellt und skizziert eine der mächtigen Buchen.<br />
Ein Tag, ein Ort, als fände man sich in einem Bild der alten Impressionisten wieder.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/paduppel.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/paduppel.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/paduppel.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/paduppel.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/paduppel.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/paduppel.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/paduppel.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/paduppel.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/paduppel.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/paduppel.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/paduppel.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/paduppel.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/paduppel.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/paduppel.wordpress.com/732/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=paduppel.wordpress.com&amp;blog=13627776&amp;post=732&amp;subd=paduppel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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